Was wäre, wenn? – Der Ruf zum Abenteuer!

Und, wie hast Du Dein Eintauchen in Deine gewohnte Welt erlebt? Wie fühlt es sich an? Läuft alles rund, bist Du da, wo Du sein möchtest? Oder hast Du das Gefühl: „Da geht noch was!“?

Durch die Hausaufgaben vom letzten Mal – 3 Dinge, die jetzt schon prima sind und 3 Dinge, die Du ändern würdest, wenn Du wüsstest, alles wäre möglich – durch diese Hausaufgabe bist Du, lieber Held, schon in die Stufe 2 eingetreten. Die Stufe ist „Der Ruf zum Abenteuer“.
Der Ruf zum Abenteuer ist nicht immer die innere Stimme, die ganz konkret zu Dir sagt – „los, lieber Held, es ist Zeit für Dich“ – nein. Vielmehr macht sich dieser Ruf auch in einem viel kleineren Momenten bemerkbar: der Moment, in dem Du Dir bewusst wirst, bewusst darüber, wo Du stehst; bewusst darüber, dass es da noch etwas gibt; bewusst darüber, was sein KÖNNTE.
Du fragst Dich, was das sein könnte?

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Dein Chef eröffnet Dir, dass er Dich nicht weiter beschäftigen kann. Du sitzt im Meeting und hast plötzlich DIE Projektidee. Du sitzt im Meeting und stellst fest, dass das nicht mehr Deine Welt ist. Du verliebst Dich. Du erwischt Deinen Freund mit einer anderen. Du stellst fest, dass Du in der Beziehung nicht mehr glücklich bist. Du liest oder hörst etwas, das Dich begeistert und willst mehr davon. Du meldest Dich spontan zu einem Fotoworkshop an.

Pretty Woman: Edward verfährt sich in LA und Vivian steigt zu ihm ins Auto. Und auch: Deine Lieblingsjeans, die nicht mehr zugeht (ohweh!)
Schaltet Eure Antennen auf Empfang! Da draußen schwirrt es nur so von Rufen zum Abenteuer, die alle dazu da sind, Euch in Eurer persönlichen Entwicklung voran zu bringen. Häufig sind diese Rufe auch Hinweise auf verdeckte Bedürfnisse. Alte Leidenschaften. Talente und Stärken (ja, da sind sie wieder!)

Das Bewusstwerden konkretisiert sich daraufhin als Veränderungswunsch. Es ist dabei egal, wie groß dieses Gefühl ist, sobald Du Dir darüber bewusst wirst, hast Du den Ruf vernommen. Es ist egal, ob es das Bewusstwerden eines Mangels in der gewohnten Welt ist oder eines Zieles, das noch nicht erreicht ist.
Einer meiner Lehrer und Mentoren sagt „Menschen verändern sich aus 2 Gründen: entweder sie haben große Ziele oder große Schmerzen“ – die Schmerzen sind dabei im übertragenen Sinne auf den Satus Quo bezogen – sie halten aus, was ist, ohne, dass es ihnen gefällt. Diese Menschen sind in der Regel sehr leidensfähig und es darf schon viel passieren, bis sie sich bewegen. Es könnte sich ja plötzlich von alleine regeln oder alles andere sich verändern, ich bleib erstmal da, wo ich bin. „Soooo schlimm ist es ja nicht.“.

Kennst Du das? Und wie ist das bei Dir, aus welchen Gründen veränderst Du Dich?
Vielleicht ist es auch ein (noch) undefiniertes Gefühl, das Du noch nicht näher fassen kannst. Und es ist da. Und es bleibt. Und es kommt immer wieder. Ob sich daraus nun eine Aktion ergibt oder nicht. Denn natürlich geht mit dieser Bewusstwerdung einher, dass das Sicherheitsbedürfnis wach wird, dass vielleicht Ängste an die Oberfläche kommen. Was diese Bewusstwerdung, die sich zum Veränderungswunsch formt, macht, ist, sie holt Dich aus Deiner Komfortzone und das kann auch erst mal gewaltig piecken! Und wie! Ah, es war doch grade so schön und gemütlich auf meiner Wolke.
Die Ressourcen, die der Held in dieser Phase braucht ist: Wahrnehmung (die Antennen!), Mut, Vertrauen. Wie sehr magst Du Veränderungen? Wie mutig bist Du? Wie sehr bist Du bereit, Neues in Dein Leben zu lassen? Wie neugierig bist du? Wie viel Vertrauen hast Du in Dich selbst und in Dein Leben?
Und nun kommt der Clou: auch wenn du den Ruf „überhörst“ oder ignorierst, er kommt immer wieder!
Notiere Dir, welche Rufe Du bereits gehörst hast in Deinem Leben und überlege, wie Du tickst – veränderst Du Dich, weil Du Ziele hast oder weil es ungemütlich wird? Und in welchen Bereichen – heute – hast Du den Ruf vernommen – schau auf Deine Notizen von letzter Woche. Bist Du bereit bist Du für Dein Abenteuer? Sagst Du ja? Mit welchem Gefühl? Oder wartest Du ab und schaust Dir das Gefühl erstmal an?

Ich wünsche Dir eine tolle bewusste Woche und freue mich über Dein Feedback zu diesem Thema in den Kommentaren oder auch gerne per email!

Alles Liebe, Kirstin

PS: Hier geht es zu Teil 1 der Heldenreise und hier geht es zu Teil 2 der Heldenreise.



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10 thoughts on “Was wäre, wenn? – Der Ruf zum Abenteuer!

  1. Sonja Kreye

    Ich verändere mich, weil es mir zu bequem und zu langweilig wird. Veränderungen sind für mich immer willkommen, auch wenn sie zunächst unbequeme Zeiten bedeuten 🙂

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  2. Andrea Giesler

    Ich verändere mich, weil ich mich sonst langweile. Ich benötige neuen Input und neue Herausforderungen. Und manchmal steht das im Kontrast zu meinem eigentlich beständigen Wesen. 🙂

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  3. Julia Gruber

    ist eigentlich sehr beruhigend, dass du schreibst, dass die Veränderung immer wieder anklopft 🙂 Es braucht manchmal wirklich Mut und Vertrauen, aber die Belohnung dafür ist oft, dass sich die Veränderung dann auch gelohnt hat!

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  4. Dominique

    In der Vergangenheit habe ich mich leider immer nur verändern lassen – von anderen. Und der Grund dafür war eine gewisse Angst, mal selbst etwas zu entscheiden und auch eine gewisse Bequemlichkeit meinerseits.
    Das Ergebnis waren jahrelange Unzufriedenheit und Krankheit(en).
    Doch damit ist jetzt Schluß, denn meine – diesmal selbstgewählte – Veränderung steht an! 🙂
    Und leztlich wird sich dann zeigen, ob das Verlassen meiner Komfortzone nicht doch eine gute Idee ist…..! 🙂
    Passend dazu habe ich übrigens vor Kurzem eine Rede von Jim Carrey gesehen, die sich gerade im Netz verbreitet. Zitat:
    „You can fail at what you don’t want. So you might as well take a chance on doing what you love.“
    Jim Carrey

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    1. kirstin Post author

      Dominique, das sind ja spannende Neuigkeiten! Ich drücke Dir die Daumen und weiß, dass Du das super machen wirst 🙂
      Super der Hinweis mit Jim Carrey, ich habe die Rede auch gesehen und mir genau dieses Zitat rausgeschrieben – toll, oder? Genau darum geht es! Danke Dir vielmals für Deinen Kommentar und halte mich auf dem Laufenden!

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  5. Petra

    Teils , teils! Ich verändere mich zum Teil weil ich große Ziele habe, und manchmal erst wenn es ungemütlich wird. Das sind dann so die Weckrufe. 🙂 Wie passend dein Artikel ist, Kirstin. Ich beschäftige mich ja gerade auch wieder mit dem Thema „Komfortzone verlassen“ & „Auf ins Abenteuer“. Herzlichen Dank!

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  6. Julia

    Ich verändere mich immer, wenn ich erreicht hab, was ich erreichen wollte. Statt es zu genießen, wird mir langweilig. 🙂 Da geht’s mir wie Andrea. Dann suche ich nach der nächsten Herausforderung. Der Prozess dorthin ist nicht immer leicht, aber meine Intuition sagt mir sehr klar, wann es Zeit ist, mich nach neuen Wegen umzuschauen.

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  7. Anja

    „Menschen verändern sich aus 2 Gründen: entweder sie haben große Ziele oder große Schmerzen“ – stimmt! Entweder wollen wir irgendwo hin, oder von irgendetwas weg. Und manchmal beides. Am schlimmsten ist es, wenn man sich dann nicht bewegt, denn der Ruf wird wirklich immer lauter und lauter 🙂
    Toller Aufruf zum Heldentum! Danke, Kirstin!

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  8. Anja

    Auf meiner Yogamatte und durch viele lange Spaziergänge habe ich kapiert, dass Veränderung zum Leben so dazu gehört, wie die Geburt oder der Tod. Die Veränderung zu negieren bringt Kummer und Leid, manchmal finde ich das anstrengender als die Veränderung selbst… Danke Kirstin! 🙂

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  9. Sandra Heim

    Liebe Kirstin, wie klasse, dass Du die archetypische Heldenreise alltagstauglich in Deinem Blog beschreibst! Denn man muss nicht Frodo oder Harry Potter heißen, um echte Abenteuer zu erleben 😉 Ich habe den Ruf zum Abenteuer schon einige Mal in meinem Leben gehört und wurde jedes Mal erstmal von Angst durchgerüttelt. Zum Glück habe ich mich nicht von der Angst stoppen lassen! Dein Blog ist eine super Hilfestellung für die Reise. Danke 🙂

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